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Ercolerestaurierung - Erfahrungsbericht

 
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zigges63
Gast





BeitragVerfasst am: Do Sep 08, 2016 8:12 am    Titel: Ercolerestaurierung - Erfahrungsbericht Antworten mit Zitat

Hallo Kollegen,
ich wollte hier mal über meine Erfahrungen bei der Restaurierung berichten. Auch um allzu blauäugige wie mich vorher zu informieren.
Ich hatte vorher nur einen alten Trecker überholt, das ging ganz gut. Rost entfernt und Leitungen gereinigt.....

Ich hatte am Comer See im Urlaub so ein dreirädriges Teil, das von einer Schlosserei im Einsatz war, gesehen. Urig, mit Stoffdach über dem Fahrersitz.
Also erst mal im Internet gesucht..... bis ich wusste was das war. So was wollte ich auch. Also gesucht und gefunden. In Klagenfurth in Österreich hat einer mehrere angeboten die er in Italien geholt hat.
Angeboten - wunderschöner Ercole, fährt gut ohne Bremswirkung - 3000€.
Hörte sich gut an, nach mehreren Telefonaten Hänger gemietet und Geld eingesteckt. Nach der Probefahrt die Straße rauf und runter - gekauft. Bremsen gangbar machen kann ja kein Problem sein.
Sprang ja sofort an Kipper funktionierte.
Zuhause erst mal Schlamm, Öl und Beton abgekratzt, dann die Bremse zerlegt. Hauptbremszylinder ließ sich überholen, neue Leitungen verlegt. Radbremszylinder fest. Also Ersatz über das Forum besorgt. Neu aber teuer.
Etliches nachgeschweißt (Kipper, Schutzbleche) und die Elektrik verlegt - da kam ich schon an meine Grenzen.
Reifen, Lampe und und und....
Dann, nach längerer Pause sprang sie nicht mehr an. Jetzt die Erkenntnis - alleine schaff ich das nicht, Motor und Getriebe funktionierten ja.
Dann konnte ich Lothar Singer, der mir einige Teile verkauft hatte und ein Ercole-Spezialist der ersten Stunde ist, überreden die Ercole TüV-fertig zu machen. In 1-2 Tagen war geplant.
Nachdem ich die Ercole auf der Schwäbischen Alp hatte und H. Singer alles in Augenschein genommen hatte, fand er viiiiiele Baustellen. Er nannte es trotz meiner Arbeit eine Totalrestauration.
Vorderachse defekt, Seitendeckel gerissen, Lichtmaschine beschädigt, Zahnräder kaputt und nach der Öffnung des Motors dicke festgebackene Schlammschichten gefunden. Also Motor/Getriebe total zerlegt und neu aufgebaut, viele Gebrauchtteile aus seinem umfangreichen Fundus verbaut. Da kam was an Stunden zusammen....

Beim ersten Tüvtermin ging sie aus und nicht mehr an (Vergaser), beim 2ten TüV Termin kan ich gerade mal 5km weit (Ventil hing)
3ter Termin geklappt.
Der TüV ging aber ansonsten recht einfach, nur einen Tacho und ein paar Reflektoren und einen kleineren Schaden an der Blattfeder gefunden.
Jetzt bin ich bei 13000€, wobei nur an Teilen und TüV abnahme bereits 7300€ zusammen waren.
Und jetzt wieder Problem mit Vergaser und Anlasser.....
Bin zwar erst 95km damit gefahren, aber der Hingucker. Bei Treffen oder beim Grünschnitt wegfahren.

Also als Fazit: man sollte schon ein versierter Schrauber sein und Beziehungen haben und sich an alles trauen, sonst siehe oben.

Ich hoffe damit schrecke ich niemanden ab, aber etwas mehr Realismus als bei kann nicht schaden!!!

Reinhard
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schwälmer



Anmeldedatum: 15.10.2013
Beiträge: 35
Wohnort: 34613 Schwalmstadt

BeitragVerfasst am: So Okt 09, 2016 7:11 pm    Titel: Antworten mit Zitat

schön geschrieben, leider keine schönen Erfahrungen.

Ich habe meine Ercole für 5.500€ fertig restauriert gekauft.
Lediglich die Elektrik und Beleuchtung hinten musste ich noch machen.
Des Weiteren 1.500€ neuen Kipper bei Anhängerbau anfertigen lassen

Bisher keine Probleme und viel Freude. Mein bester Mitarbeiter im Garten und bei Arbeiten.

Dieses Jahr schon 1.700 KG Schotter und noch mal 1,500KG Grus geholt und 20 km Heim gefahren. Der Bauunternehmer war am schlucken und hat ne Kiste Bier
geschmissen wenn ich nach der ersten Fuhre wieder komme.

Gruß Andreas
_________________
1961er Guzzi Ercole; 1941er Indian Chief ; 1940er Indian Four
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zigges63
Gast





BeitragVerfasst am: Mo Okt 10, 2016 8:46 am    Titel: Ercolerestaurierung - Erfahrungsbericht Antworten mit Zitat

Hallo Andreas,
schön dass es anders geht. Hab jetzt wieder etliche Stunden versucht die Ercole zum laufen zu bringen. Irgendwann lief sie, aber nicht richtig.
Hab sie jetzt mit 6000€ Verlust verkauft, lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.....
Dann noch viel Spaß, ich bin dann draußen...

Reinhard
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Verfasst am: Mo Okt 10, 2016 8:46 am    Titel: Ähnliche Themen



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